LINA ZERÓN, Mexiko

 

 

HERBST IN BERLIN

 

 

 

Ohne gelb zu sehen deine Augen, wohin sehen,

wie töten die Sehnsucht, dich zu berühren

zwischen gelben Straßen,

gelben Blättern, die deinen Körper streicheln

und ich Liebe auf die Entfernung von da aus, wo ich wohne

ich gerate in Erregung zwischen Wassern, welche Gelb reflektieren,

Horizont ohne Maß

die Stille, die er aus deinem Schrei macht.

 

 

 

 

 

FEUCHTE  SENKRECHTE JALOUSIE

 

Ich bin eine feuchte senkrechte Jalousie

eine Schlangenlinie, die fliegt

ein saftiger kurzer Tunnel.

 

Ein Kissen aus Federn

eine halb geöffnete Tulpe,

ein magisches Kästchen mit Farben bin ich.

 

Eine geschwungene Linie,

ein Spalt in der Erde bin ich

großmütig ergießt sich deine Lava.

 

 

Übersetzung: Konradin Grossmann

 

 

 

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LINA ZERÓN, Mexiko – Stadt, Mexico, hat veröffentlicht:
Mond im April, Gedichte, 1997, La Spirale du Feu, 1999,
Schwarze Rosen für einen Sarg ohne Körper, Gedichte, 2000,
Blau, Gedichte, 2001, sie leitet die Zeitschrift Entreamigos