Anthologie „Verse der Welt“

por: Lina Zerón

 

Man hat gerade in Mexico die poetische Anthologie „Verse der Welt“ publiziert. Das Verlagshaus des „Financiero“, einer Zeitung von nationaler Ausbreitung, hat sie in seiner Sammlung von Heften veröffentlicht. Die Anthologie wurde von Lina Zerón herausgegeben unter   der Mitarbeit von Victor Roura, Direktor der Sammlung von Heften und von  Gabriela Flores Sánchez als Verlagskoordinatorin.

Eine Gesamtzahl von 90 Dichtern aus 80 Ländern der fünf Kontinente.

Die Herausgeberin kommentiert: -Hier können wir Dichter verschiedener ästhetischer Orientierungen lesen, viele dieser Stile obwohl international haben eine starke Nationalgeschmackskomponente. Die Autoren verfassen  in ihrer abwechslungsreichen Zusammenstellung ein ausdrucksvolles Muster von dem, was sich heutzutage aus der  Distanz schreibt, die politischen Grenzen sind ihnen keine Hindernisse  und mich wundert, wie das Wunder der Schönheit möglich wird.

Wir erwähnen einige der Dichter:

Chalotte Grasnick / Deutschland /, Bernard Pozier, / Kanada /, Coral Hull / Australien /, Hayat Saif / Bangladesch /, Nancy Morejón / Kuba /, Ma Desheng / China /, Antonio Carvajal / Spanien/, Jessie Kleeman / Grönland/, Jaime de la Gracia / Kolumbien / Kama Kamanda / Zaire/, Robert Sadller / Vereinigte Staaten/, Claude Couffonn / Frankreich.

 

 

Charlotte Grasnick / Deutschland

 

Jedes Mal wie ein Geschenk / Fragment

 

 

Mir nicht mehr

das bunte Wollknäuel

aus der Hand nehmen zu lassen

singe ich den Farbenstehler fort

in meiner Sehnsucht nach einem Gespräch

singe ich die roten und grünen

Fäden herbei

in der Nähe des Sees

leise vor mich Jahren

wieder an zu singen.

 

 

 

 

 

Abdourahman Waberí / Dschibuti

 

3. Der Wind Kalligraph

 

Pinsel in Hand zeichnet der Wind Wortlandschaften

ausgehauene Gebirge

Schattenflachland

Horizontenklaven

ein Kalligraph  kitzelt er

die von der Wüste entzündeten Falten mit einer

 Zarttintenfarbe.

 

 Übersetzung:

Aus dem Spanisch von:
Jaime de la Gracia

 

 

 

 

 

Jaime de la Gracia / Kolumbien

Gedicht B344

 

 

Da sind die impressionistischen Alten

Da sind die eitlen Surrealisten

Wiederholend, ohne gehört zu werden

und ich sage aus Berlin:

Dieser Mann ist von denen, die den Kopf schlagen

Gegen die Steine

Aber dieser andere ist von denen, die mit dem Hintern gegen die Steine stoßen, ohne dass ein Knochen gebrochen wird

Und wiederholen!!!

Und wiederholen!!!

 

Übersetzung:
    Aus dem kolumbianischen Spanisch von:
    Jaime de la Gracia

 

 

 

 

Amin Said / Tunez

 

Durch die Erde / Fragment

 

Von neuem etwas

es schlägt in uns mit Wunsch nach Leben,

etwas stirbt in uns

und es streckt sich im Grunde vom Grab aus.

Von neuem schneidet  uns die Morgendämmerung das Wort

mit  ihrer  Wahrheit:

unsere Welt kreist

ihn ermüdet seine Definition.

 

 Übersetzung:

Aus dem Spanisch von:
Jaime de la Gracia

 

 

 

 

Kevin MacNeil / Holland

 

Wörter Seepferdchen

 

 

Ich träumte, dass ich die Tiefe des Meeres war

und du das Gewicht des Ozeans auf mir lastend

deine leisen Liebeswörter in meinem Gehör

jetzt und immer, golden,

elegant und fremd,

wie die Seepferdchen,

sanfte Noten kleine schwimmende Saxofone.

 

Übersetzung:

Aus dem Spanisch von:
Jaime de la Gracia

 

 

 

 

 

Nancy Morejón / Kuba

 

Wenn ich  nach hinten gucke,

wenn ich nach hinten gucke,

und ich sehe so viele Schwarze,

wenn ich nach oben gucke

oder nach unten und sind schwarz, die ich sehe

die Freude so viele von uns  zu sehen

wieviele;

und von überall da rufen sie uns

und jedoch

ich sehe uns weiter.

Dies ist, was unseren Kampf würdig macht

durch die Welt gehen und uns weiter sehen,

in Universitäten und  favelas

in U-Wegen und Wolkenkratzern,

zwischen Drehungen und Mutationen

Scheiße fegend

Verse gebärend.

 

 

Übersetzung:

Aus dem kubanischen Spanisch von:
Jaime de la Gracia

 

 

 

Versión al Español

 

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