SILVIA MAZAR, Argentina

 

                        Gedichte

 

Ich suche Gott in der leeren Dämmerung

In jenem Hohlraum, der mich in assymetrische Teile teilt

Die Luft, welche die Angst  in Hals verwandelt, mit den Händen greifend

Wartend auf den Fluß, der die erwünschten Augen bringen wird

Ich suche Gott im monotonen Wasser, das fällt

In jenem Tropfen, der vage die Nacht streift

Mit dem Mund, der die Verabredung nicht einhielt

Und warte mit Geduld der  Penelope

Auf die Rückkehr des Schüttelfrostes, der mich erlöse.

 

 

 

 

 

                                                ALLES LÜGT

 

                                                Auf dem kurzen Flügel der Wespe

                                                Im Wurf des Angelhakens

                                                An der Wand aus überlieferten Ziegelsteinen

                                                Alle sämtlich tätowiert

                                                Verblödet

                                                Durch die Lüge, welche die Seele aufrißt

rollend fällt in einer Lawine von Wendungen

was für ein Nichts,

wer nichts

was für Fische aus Farben malen mir die Zukunft

Spiegel in der Abwesenheit

Reflexe des Nichts

gelogen in Allem.

 

 

 

 

Übersetzung: Konradin Grossmann

 

 

 

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SILVIA MAZAR, Buenos Aires, 1937, Argentinien,
sie hat veröffentlicht: Amulette, Gedichte, 1989,
Andere sind aus Sand, Gedichte 1990,
Gedichte von ihm wurden in der Anthologie del Empedrado,
1996, zusammengestellt