JOSE PABLO QUEVEDO
Catacaos, Peru, 1945. Er ist Autor von:
Die Nacht ein Tag die Sonne im Rücken, 1973, Dieve, 1980, Torsos und Steine, 1992, Variation des Lichts, 1999.
E-Mail: QueSilva@aol.com

Mein Vater sprang mit seinen Füßen Barfuß über die Grenzen,
Ließ die Spuren seiner Finger
Im Lehmstein
Und seine Photographie hängte er
An eine Säule aus Holz
Des Hauses.
In einer Straßenbahn stellte er vor
Seinen karierten Bart,
Gut zugeschnitten
Und auf einem Stuhl
Machte er Kunststücke mit seinem Körper.
Seine Hände teilte er aus wie Brote.
Wenn er lief
Drang ein Wald in seine Brust ein,
Und in seinem Schatten
Duckte sich ein Stein.
Und bei jedem Schritt, den er tat,
War die Sonne immer auf seinem Weg.
 

 
Du tauchst auf der Straße auf
Die jetzt durch Neon und Asphalt überfallen ist.
Auf dem Alexanderplatz hatte ich manches Mal
gesungen
Und raubte eine Träne beim Gehen des Mondes.
Und händigte sie dir aus und du glaubtest mir nicht,
Weil ich auch dir gestand,
Daß ich war gewesen der
Frosch,
Der geküßt hatte eine Prinzessin.
Ubersetzung: Konradin Grossman
 
Café Berlín°2